Der Graz Airport stellt seine Fahrzeugflotte auf HVO 100 um und spart damit mehr als 210 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

Feldkirchen bei Graz, 17.07.2024: Nach einer erfolgreichen dreimonatigen Testphase wird ab Anfang August die gesamte Dieselfahrzeugflotte des Graz Airport mit dem synthetischen Diesel-Kraftstoff HVO 100 betankt, der bis zu 90 % CO2 im Vergleich zu herkömmlichen Diesel einspart.

„Die Einführung von HVO 100 bringt uns dem Ziel bis 2030 CO2-neutral zu werden, wieder einen großen Schritt näher“, informieren Wolfgang Grimus und Jürgen Löschnig, die beiden Geschäftsführer des Graz Airport. „Dieser Treibstoff aus erneuerbaren Rohstoffen hilft uns vor allem bei den Groß-Fahrzeugen wie z. B. Schneefräsen oder Systemschlepper, die es derzeit nicht als E-Mobility-Variante gibt. Die vergleichsweise geringen Mehrkosten werden vom ökologischen Nutzen deutlich überkompensiert.“

Der Anstoß zu dem eben abgeschlossenen Probebetrieb wurde von Mitarbeitern des Graz Airport gegeben, die die Entwicklungen auf dem Sektor schon lange sehr genau und kritisch beobachtet haben: „Wir sind mit vergleichbaren Unternehmen in Kontakt getreten, die schon Erfahrung mit dem neuen Kraftstoff hatten“, führt Norman Gass, Leiter der KFZ-Werkstätte aus. „In persönlichen Gesprächen vor Ort konnten wir uns schließlich von der einfachen Einführung von HVO 100 überzeugen.“

Die Flughafen Graz Betriebs GmbH verfügt über rund 165 Fahrzeuge, von denen 26 % mit Strom betrieben werden (= rund 1/3 der Fahrzeuge, die derzeit technisch überhaupt auf Strombetrieb umgestellt werden können). Sechs Fahrzeuge sind Hybrid, der Rest fährt mit Diesel. Somit werden rund 110 Fahrzeuge ab jetzt mit dem neuen Emissions-sparenden Kraftstoff betrieben, was zu einer CO2-Einsparung von mehr als 210 Tonnen führen wird.

Was ist HVO 100?
HVO 100 (HVO steht für Hydrated Vegetable Oil) ist ein Dieselkraftstoff, der zu 100 % aus erneuerbaren Rohstoffen wie Ölen und Fetten aus Abfall- und Reststoffen sowie aus Pflanzenölen hergestellt wird.
Dieser Treibstoff reduziert

  • die C02 Emission um bis zu 90 %,
  • die Feinstaubemissionen um ca. 33 %
  • den Kohlenmonoxidausstoß (CO) um ca. 24 %
  • und den Stickoxidausstoß (NOx) um ca. 9 %.